Wissenwertes von A bis Z

Wir machen Ihnen den Besuch in unserer Apotheke leicht. Hier finden Sie grundsätzliche Informationen, mit denen das persönliche Beratungsgespräch bei uns einfacher und angenehmer wird.

Rot, blau, gelb oder grün: Das bedeuten die Farben Ihrer Rezepte

Die Farbkennzeichnungen der vom Arzt ausgestellten Rezepte und Verordnungen signalisieren in erster Linie die Abrechnungsart und Gültigkeitsdauer.

  1. rot: Die Verordnungen auf dem roten Kassenrezept werden in der Regel von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Dieses Rezept gilt vier Wochen ab dem Ausstellungsdatum.
  2. blau: Das blaue Privatrezept bekommen in der Regel nur Privatversicherte. Gesetzlich Versicherte erhalten ein solches Rezept, wenn das verschriebene Präparat nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehört und müssen die Kosten selbst übernehmen. Dieses Rezept kann bis zu drei Monate nach Ausstellung eingelöst werden.
  3. gelb: Aufgrund der strengen Auflagen müssen Betäubungsmittel und starke Schmerzmittel auf einem gelben Rezept ausgestellt werden. Diese Verordnung verfällt bereits nach sieben Tagen.
  4. grün: Hierbei handelt es sich lediglich um eine Empfehlung des Arztes für ein rezeptfreies Medikament als Erinnerung für den Patienten. Daher ist dieses "grüne Rezept" auch unbegrenzt gültig.

Grundsätzlich gilt: Pro Rezept dürfen nur drei Arzneimittel verordnet werden (Ausnahme: das "Grüne Rezept").

(Quelle: dgk)

Apothekenpflichtig und verschreibungspflichtig: der Unterschied

Apothekenpflichtige Arzneimittel erhalten Sie zwar ohne Rezept und Mitwirken des Arztes, aber trotzdem nur in der Apotheke. Der Grund: Hier ist eine Beratung des Apothekers erforderlich, um den richtigen Umgang mit den Medikamenten zu gewährleisten.

Verschreibungspflichtige Arzneimittel hingegen bedürfen aufgrund der erhöhten Sicherheitsanforderungen einer Verordnung durch den Arzt.

Über die Verschreibungspflicht entscheidet das Bundesministerium für Gesundheit. Neue Arzneimittel unterliegen dabei einer automatischen Verschreibungspflicht, die nach fünf Jahren endet und dann verlängert werden kann.

(Quelle: medizininfo.de)

Patienteninformationen zu Antibiotika-Resistenzen

Die Entwicklung von Resistenzen ist ein weltweites Problem. Inzwischen müssen immer häufiger Reserveantibiotika eingesetzt werden, weil Standardsubstanzen nicht ausreichend wirken. Immer häufiger kommt es zu Infektionen durch resistente Bakterien, bei denen die klassischen Antibiotika nicht mehr wirken. Durch eine verantwortungsvolle Anwendung von Antibiotika können Resistenzen vermieden werden.

 

Vier Fakten zu Antibiotika-Resistenzen

  1. Antibiotika-Resistenzen nehmen zu. Sie stellen ein immer ernster werdendes Problem dar.
  2. Je häufiger Antibiotika eingesetzt werden, desto mehr Resistenzen entstehen.
  3. 80 bis 90 Prozent aller Antibiotika werden im Rahmen der ärztlichen Grundversorgung verordnet, vorwiegend für Atemwegsinfektionen.
  4. Entgegen des Vorurteils erwarten Patienten von ihrem Arzt nicht, dass er Antibiotika verordnet: Ob Patienten mit der medizinischen Grundversorgung zufrieden sind, hängt mehr von der Kommunikation zwischen Arzt und Patient ab als vom Erhalt eines entsprechenden Rezepts.

Quelle: Faktenblatt Antibiotika-Resistenzen (European Centre for Disease Prevention and Control)

 

Jeder Patient ist mit dafür verantwortlich, dass Antibiotika wirksam bleiben. Hier besteht ein Aufklärungsbedarf durch die Apotheken. Die ABDA hat anlässlich des Europäischen Antibiotikatags am 18. November 2014 eine Patientenbroschüre erstellt.

Wichtige Punkte im Umgang mit Antibiotika sind:

 

  • Antibiotika nur entsprechend ärztlicher Verordnung einnehmen.
  • Antibiotika so lange einnehmen wie vom Arzt vorgesehen. Als Faustregel gilt: Die gesamte Packung einnehmen.
  • Antibiotikareste sollten nicht aufbewahrt oder zu einem späteren Zeitpunkt ohne vorherigen Arztbesuch eingenommen werden.
  • Arzneimittel-Reste können über den Hausmüll entsorgt werden. Zusätzlich bieten einige Apotheken als freiwilligen Service die Rücknahme von Alt-Arzneimitteln an und entsorgen diese in Zusammenarbeit mit kommunalen Entsorgungsbetrieben. Eine Entsorgung über die Toilette oder das Waschbecken sollte vermieden werden.
Patientenbroschüre: 7 Tipps für den richtigen Umgang mit Antibiotika
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